Virgin Colada Rezept: Zubereitung & Tipps
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Ein Klassiker der Bar-Kultur: Der Virgin Colada. Wir zeigen dir, wie du diesen Mocktail richtig mixt und welche Fehler du vermeiden solltest.
Zubereitungszeit: 5 Min | Portionen: 1 Glas
Zutaten
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Ananassaft | 12 cl |
| Cream of Coconut | 4 cl |
| Sahne | 2 cl |
| Eiswürfel | reichlich |
Zubereitung
- Ananassaft, Cream of Coconut und Sahne in einen Shaker geben. Die Sahne wirkt hier als Emulgator, der verhindert, dass die Kokosfette durch die Säure des Ananassafts ausflocken.
- Den Shaker randvoll mit Eis füllen. Da Fett eine höhere Wärmekapazität als Wasser hat, muss länger und intensiver geschüttelt werden (ca. 15 Sekunden), um die Zieltemperatur von -2°C zu erreichen.
- In ein Hurricane-Glas auf frisches Eis (oder Cracked Ice) abseihen. Die schaumige Krone oben fängt die flüchtigen Ananas-Aromen ein.
Colada-Secrets
Gut zu wissen
Lipid-Emulsion: Warum Sahne wichtig ist
Die Virgin Colada ist physikalisch gesehen eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Die Kokosfette (Lipide) müssen fein in der wässrigen Phase des Ananassafts verteilt werden. Da Ananassaft sauer ist, könnten die Fette ausflocken. Hier hilft die Schlagsahne: Die enthaltenen Proteine (Kaseine) legen sich wie ein Schutzmantel um die Fetttröpfchen und stabilisieren die Mischung.
Bromelain-Enzyme: Das Kribbeln auf der Zunge
Frische Ananas enthält das Enzym Bromelain, das Proteine spaltet. Dies kann ein leichtes Brennen oder Kribbeln auf der Zunge verursachen. In Kombination mit Sahne wird dieser Effekt gemildert, da das Enzym teilweise an die Milchproteine gebunden wird, bevor es deine Mundschleimhaut erreicht.
Wärmekapazität und Schütteldauer
Fette haben eine andere Wärmekapazität als Wasser. Um eine cremige Colada eiskalt zu bekommen, muss dem System mehr Energie entzogen werden als bei einem klaren Drink wie einem Ipanema. Daher gilt: Shaken, bis der Shaker außen beschlägt!
Warenkunde: Kokosmilch und Kokoscreme
Der cremige Charakter einer Piña Colada kommt von der Kokosmilch – aber nicht jede aus dem Supermarkt eignet sich gleich gut. Für Cocktails ist Kokoscreme (Cream of Coconut) ideal: Sie ist süßer, dickflüssiger und emulgiert besser als normale Kokosmilch. Die bekannteste Marke ist Coco López, die auch in professionellen Bars verwendet wird. Wer nur Kokosmilch aus der Dose zur Hand hat, den festen Anteil oben abschöpfen – dieser hat den höchsten Fettgehalt und liefert die nötige Cremigkeit. Light-Kokosmilch ist für Cocktails ungeeignet: zu wässrig, zu wenig Körper. Pro Drink rechnet man mit etwa 60 ml Kokoscreme. Eine edle Alternative: Frische Kokosnuss aufschlagen, das Wasser auffangen und das Fruchtfleisch im Mixer pürieren.
Ananassaft: Frisch vs. aus der Dose
Der zweite Hauptdarsteller ist der Ananassaft, und hier macht die Qualität einen riesigen Unterschied. Frisch gepresster Ananassaft hat ein intensiveres, leicht säuerliches Aroma und mehr Textur als Saft aus dem Tetrapack. Wer frisch pressen will: Die Ananas muss goldgelb und duftend sein – grüne Früchte sind unreif und herb. Den harten Mittelstrunk entfernen, er ist faserig und bitter. Alternativ ist Dosenananassaft in Saft (nicht in Sirup) eine gute Option: Er ist konsistenter im Geschmack und immer verfügbar. Für den besten Geschmack den Saft vorher gut kühlen, nicht einfrieren – gefrorener Ananassaft wird beim Auftauen trüb und verliert an Aroma. Das Mischverhältnis 2:1 (Ananas zu Kokos) ist die goldene Regel für eine ausgewogene Virgin Colada.
Häufige Fragen zu Virgin Colada Rezept: Zubereitung & Tipps
Welches Glas für Virgin Colada?
Serviere den Virgin Colada am besten in einem Hurricane. Das sieht nicht nur gut aus, sondern hält ihn auch optimal temperiert.
Was ist die Basis von Virgin Colada?
Die Basis ist Ananassaft und Cream of Coconut. Achte hier auf Qualität, da man die Hauptzutaten im Virgin Colada deutlich schmeckt.
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