Süßholz: Zubereitung, Ziehzeit & Wirkung
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Das Süßholz (Glycyrrhiza glabra) ist eine faszinierende Pflanze, deren Wurzeln eine unglaubliche natürliche Süßkraft besitzen. Der Hauptwirkstoff Glycyrrhizin ist etwa 50-mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. In der traditionellen Heilkunde wird Süßholz seit Jahrtausenden geschätzt – besonders zur Beruhigung der Atemwege und zur Unterstützung der Verdauung.
Die perfekte Zubereitung: Geduld bringt Süße
Da es sich bei Süßholztees um harte Wurzelstücke handelt, reicht ein einfaches Übergießen oft nicht aus:
- Temperatur: 100°C (sprudelnd kochend). Um die Glycyrrhizinsäure aus der harten Wurzelstruktur zu lösen, ist siedendes Wasser zwingend erforderlich.
- Ziehzeit: 10 bis 15 Minuten. Lassen Sie den Tee lange abgedeckt ziehen. Für ein maximal intensives Aroma können Sie die Wurzeln auch 5 Minuten direkt im Wasser köcheln lassen (Abkochung).
- Dosierung: 1 bis 2 Teelöffel geraspelte Süßholzwurzel pro Tasse (250ml).
Wichtige Profi-Hinweise
- Der natürliche Süßer: Süßholz eignet sich hervorragend, um bittere Kräutertees (wie Schafgarbe oder Enzian) ganz ohne Zucker genießbar zu machen.
- Wichtiger Warnhinweis: Konsumieren Sie Süßholz nicht dauerhaft in hohen Mengen, wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, schwanger sind oder Nierenerkrankungen haben. Glycyrrhizin kann den Mineralstoffhaushalt beeinflussen.
- Zerkleinern: Wenn Sie ganze Süßholzstangen haben, brechen oder raspeln Sie diese vor dem Aufguss klein – das erhöht die Oberfläche und sorgt für viel mehr Aroma.
Warenkunde: Von Lakritz bis Heilkunde
Süßholz gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Aus dem eingedickten Saft der Wurzeln wird die beliebte Lakritze hergestellt. Die Pflanze bevorzugt sandige Böden und ein warmes Klima, weshalb sie vor allem im Mittelmeerraum und in Westasien heimisch ist. In der modernen Kräuterheilkunde wird sie oft als "Schleimlöser" bei hartnäckigem Husten eingesetzt.
Troubleshooting: Warum schmeckt mein Tee kaum süß?
- Wurzel zu grob: Ganze Holzstücke geben ihr Aroma nur sehr langsam ab. Nutzen Sie fein geschnittenes oder geraspeltes Süßholz aus der Apotheke oder dem Fachhandel.
- Wasser zu kalt: Werden die Wurzeln nur mit warmem Wasser übergossen, bleibt die Süße im Holz "gefangen".
Wellness & Schutz
Süßholzwurzel enthält Saponine und Flavonoide, die eine schützende Schicht auf die Schleimhäute von Magen und Rachen legen können. Besonders bei Sodbrennen oder Reizhusten empfunden viele den Tee als sehr wohltuend und lindernd.
Unsere Tee-Empfehlung
Variationen & Twists
🌶️ Sweet & Spicy Infusion
Kombinieren Sie Süßholz mit frischem Ingwer und einer Prise Zimt. Die Schärfe des Ingwers balanciert die extreme Süße des Holzes perfekt aus.
🌿 Licorice Mint Refresher
Mischen Sie Süßholz 1:1 mit getrockneter Pfefferminze. Die kühlende Minze und die süße Wurzel ergeben einen Tee, der fast wie ein flüssiges Lakritz-Bonbon schmeckt.
🍋 Citrus Root Harmony
Geben Sie beim Kochen der Wurzeln ein getrocknetes Stück Orangenschale hinzu. Die fruchtige Bitterkeit der Schale gibt dem eingleisig süßen Süßholz mehr Tiefe.
Häufige Fragen zu Süßholz: Zubereitung, Ziehzeit & Wirkung
Wie lange muss Süßholz ziehen?
Die optimale Ziehzeit für Süßholz beträgt Köcheln. Länger macht ihn oft bitter.
Ist Süßholz gesund?
Ihm werden positive Eigenschaften zugeschrieben, z.B.: Magen, Husten.
Kann man den Tee mehrmals aufgießen?
Grüne, Weiße und Oolong Tees: Ja, unbedingt! Der zweite und dritte Aufguss schmeckt oft noch feiner. Kräuter- und Schwarztees meist nur einmal.
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