Chicorée Saison
Der Chicorée ist ein echtes Wunder der Winterküche. Während die meisten Pflanzen das Licht suchen, entsteht dieses Gemüse in absoluter Dunkelheit. Seine bleichen Blätter und das charakteristische herbe Aroma machen ihn zum perfekten Begleiter für die kalte Jahreszeit. Doch Chicorée spaltet die Gemüter: Die einen lieben seine Frische, die anderen schreckt die Bitterkeit ab – dabei lässt sich genau diese mit den richtigen Tricks perfekt steuern.
Die Saison: Wenn es draußen ungemütlich wird
Die Chicorée Saison in Deutschland ist eine klassische Wintersaison:
- Hauptzeit (Oktober - April): In diesen Monaten kommt der Chicorée frisch aus den regionalen Treibbetrieben. Er ist dann besonders knackig und die Köpfe sind fest geschlossen.
- Anbaugeheimnis: Chicorée-Wurzeln werden erst im Feld gezogen und dann im Dunkeln "getrieben". Das Fehlen von Licht verhindert die Bildung von Chlorophyll und hält die Blätter hell und mild.
Warenkunde: Inulin – Ein Segen für den Darm
Chicorée ist nicht nur kalorienarm, sondern enthält den Ballaststoff Inulin. Dieser wirkt präbiotisch, dient also den guten Darmbakterien als Nahrung und stärkt so indirekt das Immunsystem. Die Bitterstoffe regen zudem die Galle und die Bauchspeicheldrüse an, was die Fettverdauung nach schweren Wintergerichten deutlich erleichtert. Es lohnt sich also doppelt, dieses Wintergemüse regelmäßig auf den Speiseplan zu setzen.
Lagerung: Licht ist der größte Feind
Chicorée reagiert extrem empfindlich auf Helligkeit.
- Dunkelheit ist Pflicht: Lagern Sie Chicorée niemals offen in der Küche. Sobald er Licht abbekommt, bildet er den grünen Farbstoff Chlorophyll und wird extrem bitter.
- Der Papier-Trick: Wickeln Sie Chicorée im Gemüsefach des Kühlschranks in eine Lage Zeitungspapier oder eine dunkle Papiertüte. So geschützt hält er sich bis zu einer Woche frisch.
Individuelle Vorschläge & Variationen
Drei Wege, Chicorée modern und schmackhaft zuzubereiten:
- Chicorée-Salat mit Mandarinen & Walnüssen: Der Klassiker. Die Süße der Mandarinen und die herben Nüsse balancieren die Bitternoten des Chicorée perfekt aus. Ein Dressing mit einem Klecks Honig verstärkt diesen Effekt.
- Überbackener Chicorée mit Schinken & Käse (Belgische Art): Blanchieren Sie die Kolben kurz, wickeln Sie sie in Kochschinken und überbacken Sie das Ganze in einer hellen Béchamelsauce mit viel Käse. Die Bitterkeit verschwindet durch das Garen fast vollständig.
- Gebratener Chicorée mit Balsamico-Glasur: Halbieren Sie den Chicorée längs und braten Sie ihn in Butter scharf an. Mit etwas Puderzucker bestreuen, karamellisieren lassen und mit dunklem Balsamico ablöschen. Eine geniale Beilage zu Wild oder dunklem Fleisch.
Fazit
Bändigen Sie die Bitterkeit! Mit der richtigen Vorbereitung und absolut dunkler Lagerung ist Chicorée eine Bereicherung für jede Saison-Küche und ein wahrer Gesundheitsbooster.
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Häufige Fragen zu Chicorée Saison
Wann gibt es Chicorée?
Die Hauptsaison in Deutschland ist: Oktober - April.
Kann man das einfrieren?
Fast alles lässt sich einfrieren. Gemüse vorher blanchieren (kurz kochen, dann Eiswasser) erhält Farbe und Vitamine.