Rosenkohl Saison
Der Rosenkohl ist das kleine Kraftpaket des Winters. Lange Zeit als "Kinderschreck" verschrien, feiert er heute in der gehobenen Küche ein riesiges Comeback. Richtig zubereitet, ist er weit mehr als nur eine bittere Beilage – er ist nussig, leicht süßlich und unglaublich vielseitig.
Die Saison: Wenn es draußen ungemütlich wird
Die Rosenkohl Saison in Deutschland beginnt im Spätsommer und zieht sich durch den gesamten Winter:
- Früherntesorten (September/Oktober): Diese Sorten kommen bereits vor den ersten Frösten auf den Markt. Sie sind meist etwas fester und herber im Geschmack.
- Haupternte (November - Januar): Jetzt hat der Rosenkohl seine beste Zeit. Die Kälte sorgt dafür, dass die kleinen Köpfe ihre volle Kraft entfalten.
- Späte Ernte (Februar/März): Bis in das frühe Frühjahr hinein ist heimischer Rosenkohl verfügbar, bevor er von den ersten Frühlingsgemüsen abgelöst wird.
Warenkunde: Ein Vitamin-Wunder auf kleinstem Raum
Rosenkohl enthält mehr Vitamin C als Zitronen! Schon eine Portion von 100 Gramm deckt fast den gesamten Tagesbedarf eines Erwachsenen. Hinzu kommen reichlich Ballaststoffe, Kalium und Folsäure. Die enthaltenen Bitterstoffe (Glukosinolate) sind zudem dafür bekannt, das Immunsystem zu stärken und die Verdauung zu fördern.
Verarbeitung: Der "X-Schnitt" für gleichmäßiges Garen
So gelingt der perfekte Rosenkohl:
- Vorbereitung: Entfernen Sie die äußeren, dunklen Blätter und schneiden Sie den Strunk etwas zurück.
- Gleichmäßiges Garen: Schneiden Sie den Strunk kreuzweise etwa einen halben Zentimeter tief ein. Da der Strunk deutlich dichter ist als die zarten Blätter, sorgt dieser "X-Schnitt" dafür, dass die gesamte Knolle gleichzeitig gar wird, ohne dass die Blätter zerfallen.
Individuelle Vorschläge & Variationen
Drei Wege, Rosenkohl neu zu entdecken:
- Ofen-Rosenkohl mit Honig & Balsamico: Vergessen Sie das Kochen in Wasser! Halbiert und im Ofen mit Olivenöl, Honig und Balsamico geröstet, karamellisieren die äußeren Blätter und entwickeln ein fantastisches, nussiges Aroma.
- Frischer Rosenkohl-Salat mit Apfel & Walnüssen: Hobeln Sie die rohen Köpfe hauchdünn auf. Zusammen mit Säuerlichen Apfelstücken und gerösteten Walnüssen entsteht ein knackiger Wintersalat mit Biss.
- Pasta mit Rosenkohl & krossem Speck: Die Kombination aus der leichten Kohl-Bitterkeit und salzigem Speck ist ein Klassiker. Braten Sie die Rosenkohl-Viertel zusammen mit Zwiebeln an und mischen Sie sie unter Ihre Lieblingspasta.
Fazit
Kaufen Sie Rosenkohl aus regionalem Anbau. Die kleinen Röschen sollten fest geschlossen sein und eine saftig grüne Farbe haben. Wenn die Schnittflächen am Strunk bereits braun und trocken sind, lagert der Kohl schon zu lange.
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Häufige Fragen zu Rosenkohl Saison
Wann gibt es Rosenkohl?
Die Hauptsaison in Deutschland ist: September - März.
Kann man das einfrieren?
Fast alles lässt sich einfrieren. Gemüse vorher blanchieren (kurz kochen, dann Eiswasser) erhält Farbe und Vitamine.